Gartenrotschwanz

Bei uns am Hofgelände brütet jedes Jahr ein Gartenrotschwänzchen. Es ist gut durch die weiße Stirn vom Hausrotschwänzchen zu unterscheiden, wobei das auffällige Schwanzzittern auf Ansitzwarten beide Arten zeigen. Hier ist unser wunderschönes Männchen auf einem Koppelzaun:

Dieses Jahr haben die Gartenrotschwänzchen ihr Nest wieder in unserem „Menschenunterstand“ gebaut, direkt auf dem Schalter einer Lichterkette. Bis zum Auszug der Küken können wir dort nicht entspannt sitzen, weil die Altvögel mit Futter im Schnabel in gebührendem Abstand, aber aufgeregt warten, bis wir wieder weg sind. Also haben wir diesen Platz so lange gemieden, bis die Küken ausgezogen sind. Derzeit sind die kleinen Flauschis noch in der Nähe des Unterstandes unterwegs, auch viel am Boden und werden noch von den Altvögeln gefüttert. In dieser Phase sind sie besonders gefährdet durch die Katzen der Nachbarn, die bei uns am Hof rumstromern. Ich hoffe natürlich, dass es die kleinen schaffen und sich genug Reserven anfuttern, um die Reise in ihre Überwinterungsgebiete in Afrika überstehen.

Das Gartenrotschwänzchen brütete ursprünglich in Baumhöhlen lichter Wäldern mit aufgelockerter Strauch- und Krautschicht. Heute kommt es auch in abwechslungsreichen Gärten, Parkanlagen oder Streuobstwiesen vor und brütet in Holzstapeln, Mauerlöchern, Holzverschalungen, Nistkästen oder was es eben geschützt vorfindet.

Wichtig ist eine ausreichende Nahrungsgrundlage, d.h. ein reich gedecktes Insektenbüfett. Bei uns sind relativ viele Insekten, allein durch die Anwesenheit der Pferde und Kühe wie beispielsweise Mücken, Bremsen, Dungfliegen oder Dungkäfer.

Weitere hübsche Insektenquellen stellen die vielen kleinen wilden Ecken dar, wie beispielsweise am Schuppen. Hier kam die Hundskamille von allein, die Brombeere rankelt daneben auf einem Steinhaufen und ich habe noch mit Geißblatt, Esparsette, kleinem Wiesenknopf und Salbei nachgeholfen. Es ist auch einfach schön, den Hummeln Wildbienen, Schmetterlingen, Schwebfliegen & co. zuzuschaun, aber dazu ein anderes mal mehr 😉

Hinterlasse einen Kommentar