Ich wollte Euch ja auf dem Laufenden halten, wie ist mit der Anlage des Kräutergartens (für Pferde) weiterging. Gepflanzt habe ich vor allem Stauden zur Stärkung des Immunsystems, der Unterstützung der Atemwege, des Magen-Darm-Bereiches und zur Beruhigung dünner Nervenkostüme:
- Alant (schleimlösend, entzündungshemmend, reguliert die Verdauung)
- Baldrian (beruhigt Nerven und löst Krämpfe)
- Eibisch (entzündungshemmend, stillt Hustenreiz)
- Fenchel (löst Krämpfe, Blähungen & Schleim, antibakteriell, wundheilungsfördernd)
- Melisse (löst Krämpfe, Blähungen & Schleim)
- Oregano (entzündungshemmend, antibakteriell)
- Pfefferminze (verdauungsfördernd, antibakteriell, schleimlösend, durchblutungsfördernd)
- Ringelblume (entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, äußerlich gegen Bakterien, Pilze & Viren)
- Rosmarin (durchblutungsfördernd, unterstützt Magen und Darm)
- Salbei (entzündungshemmend, antibakteriell, äußerlich gegen Bakterien, Pilze & Viren)
- Sonnenhut (stärkt Abwehrkräfte, Immunsystem, äußerlich gegen Bakterien & Viren)
- Thymian (reinigt die Bronchien, schleimlösend, antibakteriell





Nun muss ich „nur“ noch ernten, trocknen, entsprechende Rezepte ausprobieren und eigene Erfahrungen zum Thema Kräuter für Pferde sammeln. Dann wird es sicherlich weitere Beiträge zu diesem Thema geben.
Aber eine Bereicherung ist der Garten auf jeden Fall jetzt schon, vor allem in Bezug auf Artenvielfalt. Beispielsweise ist der Oregano (Origanum vulgare) extrem beliebt bei Insekten. Hier eine Auswahl an Tagfaltern am Oregano:





Zugegeben, der Garten ist nicht zuletzt deshalb naturnah, weil ich gar nicht so viel Zeit in die Gartenarbeit investiere. So hatten beispielsweise Wilde Möhre, Rotklee, Mohnblume, Nachtkerze & co. leichtes Spiel, sich zu etablieren und den Garten zu bereichern. Nur hier und da habe ich eingegriffen, wenn Brombeere (Rubus armeniacus) und Kanada-Goldrute (Solidago canadensis) den Garten zurückerobern wollten und um die (gekauften bzw. gewollten) Stauden etwas frei zustellen.
Und anstatt endlos „Unkraut “ zu bekämpfen, habe ich lieber noch einen Mini-Teich angelegt 🙂



Dafür hab ich eine Teichwanne (gebraucht) gekauft und Material wie Feldsteine und Totholz von den Koppeln gesammelt. Mit dem Holz und den Steinen habe ich verschiedene Höhen innerhalb des Teichbeckens modelliert und das „Ufer“ etwas naturnaher gestaltet sowie Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen. Als Unterwasserpflanze habe ich Armleuchteralgen (Chara vulgaris) und Wasserfeder (Hottonia palustris) eingesetzt, Krebsschere (Stratiotes aloides), Wasserknöterich (Persicaria amphibia) und Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae) als Schwimmblattvegetation und Schwertlilie (Iris pseudacorus) als Uferpflanze eingepflanzt. Denn auch bei Wasserpflanzen würde ich nur einheimische Arten verwenden, damit sie ins Ökosystem passen und sich nicht noch mehr invasive Neophyten wie beispielsweise Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) verbreiten.
Dann hoffe ich noch auf den Einzug von Amphibien, zumindest vom Teichfrosch. Aber auch, wenn sich keine Amphibien einfinden sollten, bereichert so ein Miniteich jeden Garten und ist auf jeden Fall eine schöne Tränke für Insekten und Vögel an heißen Sommertagen. Wichtig ist jedoch, keine Fische einzusetzen, die den Laich der Amphibien, Larven und Wasserinsekten fressen.
Hier ein schöner Blog zum Naturnahen Gärtnern und der Anlage von Teichen: https://www.naturgarten-anlegen.de/naturgarten-elemente/teiche/.
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