Barrierefreiheit für Wildtiere

Wir haben auf einer Länge von ca. 140 Meter einen alten Maschendrahtzaun, der teilweise mit Stacheldraht gemischt war, entfernt. Der Zaun wurde entlang einer Windschutzreihe aus Hybrid-Pappeln (cf Populus × canadensis) angelegt und hatte schon lange keine Funktion mehr. In der Pappelreihe sind Gehölze von allein aufgewachsen, vor allem die – ursprünglich aus wärmeren Regionen Mitteleuropas stammende – Felsenkirsche (Prunus mahaleb) und Eichen (Quercus spec.), die ich gern für die Zukunft fördern möchte. Die Gehölze sind durch den Maschendraht gewachsen und waren schon sehr stark mit ihm verwoben.

Alte Zäune sind auch immer Barrieren, Hindernisse und können ein Verletzungsrisiko für Wildtiere darstellen, wenn sie aus Panik darin hängen bleiben und zum Anderen sieht es einfach nicht schön aus. Nicht mehr gebrauchte Zäune sollten aus meiner Sicht wieder aus der Landschaft entfernt werden.

Unser Weidezaun, in dem die Pappelreihe vor dem Verbiss der Pferde geschützt wird, besteht aus drei stromführenden Litzen und ist wilddurchlässig.

Mit Hilfe einer Wildkamera bekommen wir einen Einblick in das Leben der Wildtiere. Die Wildkamera war auf die Pappelreihe ausgerichtet, die nun vom Maschendraht befreit ist.

Auf unseren Weiden tummeln sich Fuchs, Dachs, Reh, Hase, Wildschwein und alle sind willkommen. Und auch unsere Pferde sind in die Kamera getappt, sie waren um zwei Uhr nachts auf der Weide unterwegs.

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