Schlagwort: Artenvielfalt

  • Pioniervegetation

    Pioniervegetation

    Offene Bodenstellen verschwinden von ganz allein, wenn man es zulässt und den Beweidungsdruck wegnimmt….

    Anstatt teures Saatgut zu kaufen – so wie ich auch den Fehler gemacht habe – sollte man einfach auf die Kraft der Natur setzen und Pionier- bzw. Ruderalvegetation zulassen. In der Lichterfelder Weidelandschaft ist beispielsweise die Schaffung von offenen Bodenstellen durch punktuelle Überbeweidung, dann das wegnehmen des Beweidungsdruckes und das Fördern von artenreichen Pionierfluren sogar das ausgesprochene Naturschutzziel. Gehölze oder bestimmte Bereiche, die geschont werden sollen, werden ausgezäunt. Kothaufen werden an der einen Stelle weggenommen und an der anderen Stelle konzentriert, um einerseits magere Standorte mit konkurrenzschwachen Arten und andererseits Disteln, Kletten und Brennnesseln zu fördern. Auf diese Weise hat Anne Loba mit ihrer Reitgemeinschaft Holderhof ein artenreiches Mosaik geschaffen und die Vielfalt an Pflanzen, Insekten, Vögeln etc. geben ihr Recht:

    • 450 Arten Gefässpflanzen
    • 260 Arten Stechimmen
    • 290 Arten Schmetterlinge
    • 26 Arten Heuschrecken
    • 58 Brutvogelarten

    Für ihr besonderes Engagement hat Anne Loba 2017 den Berliner Naturschutzpreis erhalten.

    Bei uns gibt es auch einige Bereiche, an den es zu punktueller Überbeweidung kam. Wenn auch nicht als Naturschutzziel, sondern schlichtweg, weil dort Heuraufen standen und die Pferde aufgrund eines kranken Pferdes konzentriert werden mussten.

    Juli 2019
    Februar 2020

    April 2020
    Juli 2020

    Was zunächst von allein wächst, (wenn man die Pferde auf eine andere Fläche stellen kann) sind vor allem trittresistente Arten wie Vogelknöterich und typische Pionierarten wie Portulak, Weißer Gänsefuss, Wegrauke, Küstenkamille, Kanadisches Berufkraut und leider auch Graukresse. Aus einjährigen Ruderalfluren entwickeln sich von Natur aus mehrjährige Staudenfluren, die auch ziemlich arten- und vor allem blütenreich sind. Dazu gehören unter anderem Acker-Kratzdistel, Rainfarn, Schafgarbe, Brennnessel, Sauerampfer, Kanada-Goldrute, Wilde Möhre, Ochsenzunge, Wegwarte und Johanneskraut.

    Wenn man der Sukzession weiter freien Lauf lassen würde, entwickeln sich diese Flächen weiter zu artenarmen Dominanzbeständen aus Landreitgras, Kanada-Goldrute oder Brennnessel – je nachdem, wer Oberwasser gewinnt. Und letztlich würden erste Gehölze und schließlich Wald aufwachsen….

    Das lassen wir natürlich nicht zu, sondern wir werden diese Fläche mulchen, auch wenn es schmerzt um all der Tagfalter, Heuschrecken & co. Aber als Kompromiss lassen wir besonders schöne, blütenreiche Ecken mit Kamille, Schafgarbe, Disteln, Kletten etc. stehen, schon allein als Nektarquelle und als wichtige Struktur für Überwinterungsstadien der Insekten. In diesen Bereichen muss dann die Graukresse per Hand raußgerissen werden. Und wenn diese Fläche in einigen Wochen wieder nachgewachsen ist, können die Pferde wieder rauf….

  • Mulchen

    Ich bin nun wirklich kein Fan vom Mulchen, aber aktuell geht es leider nicht anders….

    Beim Mulchen werden zum Einen Insekten, deren Überwinterungsstadien, Vogelnester, Kleinsäuger, Reptilien etc. mitgeschreddert und zum Anderen bleibt die Biomasse als Streuschicht liegen. Das bedeutet, dass die ohnehin schon zu nährstoffreichen Flächen zusätzlich gedüngt werden. Von Artenvielfalt ist man also noch weit entfernt. Denn artenreiches Grünland gibt es nur auf ausgehagerten Flächen.

    Ein Abweiden wäre mir lieber gewesen oder wenigstens eine Mahd, aber leider bekommen wir ohne Mulchen die Kanada-Goldrute nicht in den Griff. Die Pferde fressen die Kanada-Goldrute nicht und wir haben ja auch das Luxusproblem, dass wir zu wenig Pferde für zu viel Fläche haben. Als Mahdgut ist es auch ungeeignet, höchstens als Einstreu und die Schafe haben nun wirklich ihr bestes gegeben. Aber die Goldrute kommt in den ersten Jahren der „Bekämpfung“ immer wieder und da heisst es jetzt dran bleiben….

    September 2019 – im Hintergrund sieht man die gelben Blüten der Kanada-Goldrute
    März 2020 – die Schafe haben die jungen Triebe abgefressen

    Juni 2020 – die Pferde haben sich nur auf die „Schokolade“ gestürzt und die Kanada-Goldrute verschmäht
    Juli 2020 – die „Weidereste“ muss nun der Mulcher erledigen

  • Artenreiches Grünland

    Was bedeutet artenreiches Grünland? Laut einer Bestimmungshilfe für Artenreiches Grünland der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sind „über 400 Pflanzenarten auf Grünlandstandorte spe­zialisiert. Mit einem Maximum von 89 Pflanzenarten auf einem Quadratmeter gehört ex­tensives Grünland neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten Biotopen im weltweiten Vergleich„.

    So eine enorme Artenvielfalt können wir uns überhaupt nicht vorstellen und Bayerische Bergwiesen kann man sicherlich nicht mit der Märkischen Streusandbüchse vergleichen. Für Brandenburg wurde eine Kennartenmethode entwickelt, um artenreiches Grünland zu identifizieren.

    Aber wie sieht es nun mit dem Grünland in Glindow aus? Ich habe Pfingsten sinnvoll genutzt und ein Transekt mit elf Vegetationsaufnahmeflächen (2mx2m=4qm) angelegt. Hier soll die Entwicklung einer Fläche mit Dominanz aus Kanada-Goldrute unter dem Einfluss der Pflegemaßnahmen dokumentiert werden. Insgesamt wurden auf diesem Transekt immerhin 35 Pflanzenarten aufgenommen. Der Mittelwert liegt bei elf Arten pro Aufnahmepunkt.

    Besonders artenarm – mit sechs bis neun Arten – sind die Aufnahmeflächen mit großer Deckung der Kanada-Goldrute. Etwas artenreicher mit bis zu 20 Arten sind die lückigeren Queckenfluren, gemischt mit Goldrute und ein paar Ruderalarten wie Gewöhnlicher Reiherschnabel oder Rauhaarige Wicke. Die Kanada-Goldrute ist eine invasive Art, die mit einer mächtigen Streuschicht (abgestorbene Pflanzenmasse) verhindert, dass sich andere Arten etablieren können. Außerdem verweist eine Auswertung nach den Ellenbergs Zeigerwerten auf Mäßigstickstoff- bis Stickstoffreichtumzeiger. Das heisst, die Flächen sind überdüngt und mastige Pflanzen wie Goldrute, Brennessel etc. werden befördert.

    Da hilft nur: nutzen, nutzen, nutzen und Biomasse runter, um diese Flächen auszuhagern und naturschutzfachlich aufzuwerten. Über die Ergebnisse der Pflege halte ich Euch auf dem Laufenden….

    Hier noch eine Gesamtartenliste des Transektes:

    Wissenschaftlicher NameDeutscher Name
    Achillea millefoliumGewöhnliche Schafgarbe
    Agropyron repensGewöhnliche Quecke
    Arrhenatherum elatiusGlatthafer
    Berteroa incanaGraukresse
    Bromus hordeaceusWeiche Trespe
    Bromus sterilisTaube Trespe
    Calamagrostis epigejosLand-Reitgras
    Carex hirtaBehaarte Segge
    Cerastium holosteoidesGewöhnliches Hornkraut
    Cirsium arvenseAcker-Kratzdistel
    Convolvulus arvensisAcker-Winde
    Dactylis glomerataWiesen-Knäuelgras
    Daucus carotaWilde Möhre
    Descurainia sophiaBesenrauke, Sophienkraut
    Equisetum arvenseAcker-Schachtelhalm
    Erodium cicutariumGewöhnlicher Reiherschnabel
    Galium mollugoWiesen-Labkraut
    Holcus lanatusWolliges Honiggras
    Hypericum perforatumTüpfel-Johanniskraut
    Lactuca serriolaKompaß-Lattich
    Lathyrus pratensisWiesen-Platterbse
    Medicago lupulinaHopfen-Schneckenklee
    Myosotis arvensisAcker-Vergißmeinnicht
    Papaver rhoeasKlatsch-Mohn
    Poa pratensisWiesen-Rispengras
    Quercus roburStiel-Eiche (Naturverjüngung)
    Rumex thyrsiflorusStraußblütiger Sauerampfer
    Solidago canadensisKanadische Goldrute
    Taraxacum officinale agg.Agg. Wiesen-Löwenzahn
    Trifolium arvenseHasen-Klee
    Urtica dioicaGroße Brennessel
    Veronica arvensisFeld-Ehrenpreis
    Veronica chamaedrysGamander-Ehrenpreis
    Vicia angustifoliaSchmalblättrige Wicke
    Vicia hirsutaRauhhaarige Wicke
  • Lebensraum Auslauf

    So lautet das Titelthema der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift „Pferd & Freizeit“ des VFD.

    In diesem Heft ist der Auslauf Schwerpunktthema und behandelt alles rund um Mindestmaße, Stressvermeidung, Hütesicherheit, Befestigung, Trail-Ideen, Matschpaddocks und wie man auch auf einem intensiv genutzten Paddock kleine Naturoasen schaffen kann.

    Zum Beispiel kann man Ecken abrunden und damit kleine Habitate schaffen. Wie im Bild oben rechts. Hier hat sich in einer ausgezäunten Ecke eine Birke etabliert. Im Hintergrund sieht man außerdem einen Holunder, der zwischen zwei Baumstämmen aufwachsen konnte und von den Pferden „geformt“ und gern als Schattenplatz genutzt wird. Unten rechts ist ein ausgezäunter Bereich mit angepflanzten Gehölzen, der sporadisch genutzt wird, z.B. wenn man mal Pferde zwischenparken muss.

    Die Bilder sind nicht in Glindow entstanden. Wir haben keinen Paddock, aber ich fand auf dieser Anlage sehr beeindruckend, wie mit einfachen Mitteln auch auf einem intensiv genutzten Auslauf wertvolle Lebensräume geschaffen wurden.

    Weitere Empfehlungen der Autorin sind die Anlage von Lesesteinhaufen, Totholzhaufen, das Zulassen von Wilden Ecken, der Aufwuchs von Sträuchern beispielsweise zwischen Doppelzäunen und die Förderung von Schwalben durch das Anbieten von feuchtem Lehm.

    Wilde Ecken haben wir mehr als genug, im Prinzip sind unsere ganzen Weiden ziemlich wild. Bei uns ist eher die Herausforderung „einen Grund reinzukriegen“. Dennoch habe ich auch ein Bild aus Glindow mit einer „verlotterten Ecke“, nämlich auf dem Reitplatz. Hier wachsen hinter dem Hufschlag Mohnblumen, Wicken, Sauerampfer, Rainfarn, Beifuss, Brennnessel, Hirtentäschel, Erdrauch, Knaulgras, Weiche Trespe, Rispengras und sicher noch einiges mehr. Eine kleine Bienen- und Augenweide, die sich selbst etabliert hat.

  • Artenvielfalt auf der Pferdeweide?

    Wie erreicht man Artenvielfalt auf der Pferdeweide und was heisst eigentlich Artenvielfalt?

    Ich verstehe darunter zum Einen die Vielfalt von Lebensraumstrukturen (Gehölze, Totholzhaufen etc.) und Mikrohabitaten (z.b. Dunghaufen, Geilstellen, Wälzstellen, Pfade). Aber natürlich auch eine Vielfalt an Pflanzen und daran gebunden auch weitere Artengruppenn wie beispielsweise Tagfalter, Heuschrecken etc.

    Eine artenreiche Wiese oder Weide mit – sagen wir mal 50 Arten auf einem Quadratmeter – kennen wir heute überhaupt nicht mehr. Am ehesten gibt es sie noch als kräuterreiche Bergwiesen oder in langjährigen Naturschutzprojekten. Wichtig für Artenreichtum ist die „Aushagerung“, also das stete Ankämpfen gegen Nährstoffeinträge. Beispielsweise den Stickstoffeintrag aus der Luft, aber auch durch Dung und Nutzungsauflassung.

    In einem meiner Lieblingsbücher über Grünland (Dierschke & Briemle, Kulturgrasland) gibt es eine gute Grafik, welche die Bestandsveränderung einer Wiese bei Nährstoffeintrag und Nutzungsauflassung, aber auch bei einer Regeneration und Aushagerung erklärt:

    Deshalb versuche ich die Flächen (zunächst) möglichst „intensiv“ zu nutzen, da sie in den letzten Jahren eher unternutzt waren. Das hatte zwar auch den Vorteil, dass sich Gehölze etablieren konnten, aber auch den Nachteil, dass sich die Kanada-Goldrute breit machen konnte.

    Aber leider haben wir momentan auf dem Ponyhof das Luxusproblem, dass wir zu wenig Pferde für zu viel Fläche haben, d.h., es wird zu wenig abgefressen. Nachdem es im April nicht geregnet hatte und ich schon befürchtet habe, dass unsere Weiden nicht ausreichen als Futtergrundlage, ist das Gras nach den Niederschlägen im Mai rasend schnell hochgewachsen. Vor allem beim Glatthafer kann man jetzt schön die Ähren sehen. Er ist kurz vor dem Aussamen und wird sich danach in „Rohfaser“ verwandeln. Meine große Hoffnung liegt nun auf unserem Heulieferanten, dass er uns einige der Flächen mäht. Zum Einen, damit die Flächen „gepflegt“, also ausgehagert werden und zum Anderen, damit frisches Futter für die Pferde nachwächst….

  • Von Vögeln & Insekten

    Unser Hausrotschwänzchen ist fleißig dabei seine Jungen zu füttern. Gestern konnte ich es dabei beobachten, wie es eine besonders fette Raupe zum Nest getragen hat.

    Aus dieser Raupe wäre vielleicht mal ein Schmetterling geworden. Und so leicht kann man eigentlich nachvollziehen, wie alles zusammen hängt: ohne Insekten keine Vögel, keine Fledermäuse, keine Amphibien, keine….

    Natürlich gibt es viele Ursachen für den Artenschwund, die sicherlich alle zusammen spielen. Die ausgeräumte Agrarlandschaft, in der jegliche Strukturen fehlen – sogar einfache Feldwege mit natürlichen Blühstreifen werden umgebrochen. Großflächig wird Gift gespritzt, was beschönigt „Pflanzenschutzmittel“ genannt wird. Klimawandel, invasive Arten die andere verdrängen wie Waschbär & co., zu aufgeräumte Gärten mit englischem Rasen und Gehölzen, die keinen Nutzen für unsere heimische Fauna haben. Bis hin zu Hauskatzen, die den Vögeln den letzten Rest geben…

    Aber was kann jeder selbt tun, um der Natur ein kleines Stück wieder zurückzugeben? Vielleicht eine kleine wilde Ecke lassen, eine kleine Bienenweide anlegen. Schwalben, Mauersegler und Rotschwänzen gewähren lassen, sich an ihrem Gesang erfreuen und nicht über ihre Hinterlassenschaften ärgern. Ein einfaches Brett unter einem Schwalbennest kann schon helfen, dass man nicht „angeschissen“ wird ;-).

  • Gehölze auf der Pferdeweide

    Wenn die Beweidung nicht allzu intensiv ist, können sich auch Gehölze auf einer Pferdeweide von ganz allein etablieren oder man gibt ihnen bewusst kleine Räume, in denen sie sich ausbreiten können...

    Wir haben in Glindow das unverschämte Glück, dass wir eine wunderschöne Pappelreihe und bereits viele von allein aufgewachsene Bäume und Sträucher haben. Teilweise habe ich die Pappelreihe ausgezäunt, um auch der Natur ihren freien Lauf zu lassen. In der Pappelreihe wachsen Weißdorn, Wildrose, Wildbirne und Holunder. Die Früchte des Weißdorn enthalten Wirkstoffe, die gut fürs Herz-Kreislauf-System sind und die Hagebutten der Wildrose enthalten viel Vitamin C. Auf diese Weise können sich die Pferde im Herbst selbst gesund erhalten, in dem sie an den Früchten naschen.

    Jetzt im Frühjahr blühen viele Bäume und Sträucher und es ist ein herrliches Summen und Brummen. Tagsüber hört man die Mönchsgrasmücke, Klappergrasmücke und abends die Nachtigall aus dem „Gestrüpp“ singen. So haben die Insekten und die Vögel Nahrung, Lebensraum und die Pferde Schatten und immer wieder auch mal Gehölze an denen sie knabbern können.

    Vor allem wenn wir so trockene Jahre haben, wie dieses wieder eins zu werden scheint, haben die Bäume und Sträucher auch den Vorteil, dass sie für ein besseres Mikroklima auf der Weide sorgen. Sie bieten Schatten, bremsen den Wind und hindern ihn daran, abgefressene Weiden noch mehr auszutrocknen.

    Auf einer Fläche haben wir einen Fuchsbau, den ich ohnehin hätte auszäunen müssen, damit die Pferde nicht in das Loch treten und natürlich um dem Fuchs nicht seinen Lebensraum zu nehmen. Etwas daneben steht eine kleine Eiche, die ich gern befördern möchte. Sie sollte nicht von den Pferden geschält und zum Absterben gebracht werden. Ich denke, man sollte diesem Baum die Chance geben, irgendwann eine schöne, freistehende Eiche wie auf einem Gemälde von Caspar David Friedrich zu werden. Deshalb wurde sie mit ausgezäunt. Mich erfreut der Gedanke, dass man auf diese Weise ein Mosaik an Lebensraumstrukturen erhalten oder schaffen kann, das eine artgerechte Pferdehaltung mit Naturschutz verbindet.

  • Lebensraumstrukturen

    Eines der Ziele meines Beweidungsprojektes ist die Schaffung von Lebensraumstrukturen….

    Dazu gehört unter anderem das Zulassen von Gehölzaufwuchs. Beim Abschleppen einer neu eingerichteten Weide habe ich ganz bewusst aufgewachsene Sträucher umfahren. Sie waren bereits von sich aus aufgewachsen und sind erwünscht. Zum einen bieten sie den Pferden Schatten und im Herbst gesunde Früchte wie Hagebutten, die sie naschen können und zum anderen bieten sie Vögel einen Lebensraum. Beim Abschleppen sind auch einige Steine aufgetaucht, aus denen ich irgendwann einen Lesesteinhaufen aufschichten kann. Mehr zum Thema Lesesteinhaufen könnt ihr hier lesen.

    Wir haben auch bereits einige Totholzhaufen, die ich gern liegen lasse, damit Vögel darin brüten können, Igel im Winter ein Zuhause oder Zauneidechsen ein Versteck finden. Abgestorbene Pappeln, die zu einem Haufen aufgeschichtet wurden oder Abschnitt findet sich immer, um Lebensraumstrukturen zu schaffen.

    Einen alten Zaun, der nicht mehr gebraucht wird und ehrlich gesagt auch nicht mehr zu gebrauchen war, habe ich heute abgebaut. Aber die alten Holzpfosten, die noch standfest sind habe ich stehen lassen. Daran können sich die Pferde schubbern und Vögel nutzen solche vertikalen Strukturen gern als Ansitz- und Singwarte. Wie man auf einem der folgenden Bilder am reichlichen Vogelkot sehen kann. Nur die Ringisolatoren habe ich entfernt, damit sich die Pferde nicht daran verletzen können und vielleicht bieten sie solitären Wildbienen Unterschlupf? Das werde ich im Auge behalten und berichten, ob diese Löcher angenommen werden. Auf jeden Fall können sich zahlreiche Insekten in den Löchern und Rissen tummeln…