Unter dieser Unterschrift ist in der aktuellen Ausgabe (II/2025) des ekor Magazins ein Artikel zum Thema Selbstversorger erschienen, bei dem wir unsere Haltergemeinschaft ebenfalls vorstellen durften.
Im Alltag vergisst man ja manchmal, was für ein Glück es ist, dass man Pferde in Eigenregie halten kann. Oftmals konzentriert man sich zu sehr auf die negativen Aspekte einer Haltergemeinschaft wie zwischenmenschliche Anspannungen, Zäune freischneiden, diverse Reparaturen, abäppeln, Schimmelballen entsorgen, Graukresse zupfen, all die täglichen großen und kleinen Katastrophen. Aber es ist auch ein Privileg, dass man all das entscheiden darf: Muss der Heuballen weg, ab wann füttern wir wieder Heu dazu, welche Weide machen wir auf oder zu, wie schaffen wir der Graukresse Herr zu werden?
Im Austausch mit anderen Pferdehaltern höre ich oft, dass schimmeliges Heu eben nicht entsorgt wird, das eben nichts gegen Graukresse unternommen wird. Im Gegenteil, man muss sogar befürchten, rausgeworfen zu werden, wenn man Kritik äußert. All die Sorgen, die man sich um sein Pferd macht, wenn wieder neue Pferde in die Herde kommen, teilweise mit Eisen hinten und man allen Launen der Stallbetreiber ausgeliefert ist. All die Ängste und Sorgen, das Gefühl der Hilflosigkeit kam mit dem Artikel in der ekor wieder hoch und ich bin so froh, dass wir aktuell unsere Pferde auf zehn Hektar so naturnah wie möglich halten können.
Und natürlich wurde in dem Artikel auch die Verbindung zwischen artgerechter Pferdehaltung und Naturschutz aufgegriffen. Und das ist ja meine Leidenschaft – neben Assan – für den ich all das mache, durchstehe, aushalte – der Gedanke, dass wir auch mit „normalen Hauspferden“ Naturschutz machen können. Wir müssen nur wollen und bestem Beispiel voran gehen.





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