Graukresse

Im letzten Blogeintrag zur Graukresse im März diesen Jahres war ich noch sehr optimistisch, dass wir das Problem mit Rausziehen der einzelnen Pflanzen in den Griff bekommen. Denn es wäre schön, wenn man ohne Mähen oder Mulchen auskommt, um Insekten etc. zu schonen, aber in diesem Jahr hat sich die Graukresse wieder besonders stark ausgebreitet.

Sie hat anscheinend davon profitiert, dass es erst eine Dürrephase im Mai, Juni und dann eine Regenphase im Juli gab. Sie ist durch ihre Sternhaare auf der Oberfläche sehr gut gegen Verdunstung geschützt und kommt mit Dürre super zurecht, da sie ursprünglich aus Halbwüsten-Regionen wie Mittelasien kommt. Sie kommt laut FloraWeb auf nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren vor und man kann sie aktuell in Brandenburg, (vor allem auf sandigen Standorten) häufig bewundern…

Wir haben sie in den letzten Jahren vor der Ausbildung der Samenkapseln gemulcht und hatten sie damit ganz gut zurück gedrängt. Jetzt nach dem Regen im Juli ist sie wieder massenhaft auf unseren Weiden zurück gekehrt und hat bereits Samenkapseln ausgebildet. Nun muss die gesamte Pflanze durch rausziehen oder mähen entfernt werden, da sie sonst nachreifen kann und beim mulchen werden die kleinen Samen nicht zerschlagen, bleiben liegen und man kann sich den Maschineneinsatz sparen.

Da es nun also zu spät zum mulchen ist, müssen wir sie per Hand rausziehen, was sehr aufwendig, mühselig und zeitraubend ist. Und jede Graukresse, die ich bisher rausgezogen habe, ist auch verbissen, d.h., sie wird (mit-)gefressen, auch wenn noch sehr viel anderes Futter da ist…

Die ganz besonders schlimmen Flächen haben wir zunächst ausgezäunt, um sie mit einem Rasenmäher (mit Korb) zu mähen und zumindest ein weiteres Aussamen zu verhindern.

Tja, wie sagt Bent Branderup ? „Schöne Zeit mit dem Pferd verbringen“ …

Aktuell dürfen wir vor allem beim Graukresse rupfen schöne Zeit mit unseren Pferden verbringen 😉

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