das Frühlings-Greiskraut (Senecio vernalis)? In diesem Jahr – also fünf Jahre nach der Einrichtung – können unsere Pferde zum ersten Mal auf die Fläche, die sonst um diese Jahreszeit von Frühlings-Greiskraut dominiert wurde.


In den letzten Jahren konnte diese Fläche nur gemulcht werden, weil es hier immer einen schönen Wechsel im Blühaspekt von gelb zu weiß gab, also von Frühlings-Greiskraut im April/Mai zu Graukresse (Berteroa incana) im Juni. Neben dem mulchen der Fläche, wurden die Pflanzen, auch das vereinzelt vorkommende Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea), mit der Hand rausgezogen. Es ging darum, das Aussamen zu verhindern, obwohl natürlich auch von Nachbarflächen immer wieder Samen einwehen können. Aber die gute Nachricht ist, Frühlings-Greiskraut ist einjährig, d.h., nach dem Aussamen stirbt die Pflanze ab und es lohnt sich ihre Reproduktion auf diese Weise zu unterbinden. Die rausgezogenen Pflanzen müssen im Hausmüll entsorgt werden, da Greis- bzw. Kreuzkräuter die Fähigkeit haben nachzureifen. Das bedeutet, wenn man sie auf den Kompost wirft, können die Samen immer noch mit dem Pappus (Haarkelch als Schirmchen) umherfliegen.
Und dadurch, dass die Fläche endlich abgeweidet werden kann, ist eine gewisse Aushagerung möglich, weil die Biomasse abgeschöpft wird. Denn dieser Teil unserer Weideflächen ist relativ sandig, mager und hat das Potential zur Entwicklung eines Sandtrockenrasens. Es gibt immerhin schon Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella), Sandstrohblume (Helichrysum arenarium) und Berg-Sandglöckchen (Jasione montana) als charakteristische Arten für Sandmagerrasen. Dieses Jahr ist auch viel Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) dazu gekommen, was einen hübschen Blühaspekt ergibt.





Das heißt, es waren zum ersten Mal nur noch so wenig Individuen vom Frühlings-Greiskraut, dass wir sie händisch rausziehen konnten. Hier noch Fotos einer Rosette vom Jakobs-Kreuzkraut, die mit einem Handstecher rausgestochen werden muss und rausgezogene Exemplare vom Frühlings-Greiskraut. Frühlings-Greiskraut blüht aktuell, ist spinnwebartig behaart und wie alle Arten der Gattung Senecio giftig, weil es Pyrrolizidinalkaloide enthält, die auf Dauer die Leber schädigen.



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